Tagzeitengebet

Wo und wann?

mitten im Leben; - um im Alltag Ruhe vor Gott zu finden Wochentags (Mo. - Fr.) von 12.15 bis 12.30 Uhr im Gebetsraum der Kirche.

Die aktuellen Termine finden sich im Gemeindekalender.

 

Michael Dan

Kontakt:

Gemeindebüro, Tel.: 0 70 71/ 94 35 34-0
E-Mail: pfarramtdontospamme@gowaway.jakobusgemeinde.de

 

 

Zur Geschichte

Verwurzelt bereits im Judentum hat sich ein an den Tageszeiten orientiertes Gebet schon bald zu einem zentralen Moment auch des christlichen Glaubenslebens entwickelt. Geistliche Gemeinschaften wie sie mit Ausgang der Antike durch Benedikt von Nursia (480-547 n. Chr.) und andere Ordensstifter ins Leben gerufen worden waren, haben diese Form des gemeinschaftlichen Gebets seit frühester Zeit als eine verläßliche Ausdrucksweise ihres Glaubens und als ein tragendes Element ihres Tagesablaufs erfahren. Gerade in monastischen Gemeinschaften wurde so das Tagzeitengebet immer weiter ausgestaltet. Dagegen hat es für den Christen "in der Welt" mehr und mehr an Bedeutung verloren.

 

Warum Tagzeitengebet?

"Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein."
(Psalm 34, 2)

In einer Zeit, in der unser Alltag immer ausschließlicher von 'Sachzwängen' beherrscht zu werden droht, gewährt uns die Wiederentdeckung dieser traditionellen Gebetsform die Möglichkeit, mitten in einer "beschleunigten Welt" einen Ort der Besinnung und eine Zeit der Stille zu entdecken und einfach da zu sein.In seiner verläßlichen Regelmäßigkeit bietet das Tagzeitengebet Gelegenheit, unserem Glauben alltäglich Ausdruck und Wirklichkeit zu verleihen. Im Miteinander einer betenden Gemeinde findet so das Tagzeitengebet zurück zu seinem ursprünglichen Wesen, das ist die gemeinschaftliche und (all-)tägliche Hinwendung zu dem, der uns zu seinem Volk berufen hat.

 

Zum Ablauf

Wie der Name bereits sagt, richtet sich diese Gebetsform nach den Zeiten des Tages. Entsprechend sind das Morgenlob ('Laudes'), das Mittagsgebet ('Sext') und das Abendlob ('Vesper') wichtige Angelpunkte. Diese können durch weitere Gebetszeiten ergänzt werden, wie dies in klösterlichen Lebensgemeinschaften üblich ist ('Terz', 'Non', 'Complet', 'Vigil'). Außerhalb solch enger Gemeinschaften - im "ganz normalen" Leben - ist es nur schwer möglich, einen vergleichbar umfassenden Gebetszyklus über einen längeren Zeitraum zu koordinieren. Immerhin hat ein Element daraus auch in unserer Gemeinde seinen festen Platz gefunden: das Mittagsgebet. Leitfaden desselben bildet die jeweilige 'liturgische Ordnung'.Dabei wechseln die einzelnen Ordnungen in einem 4-Wochen-Rhythmus und orientieren sich an folgendem Schema:

  1. Eingangsgesang
  2. Loblied
  3. Psalmgebet (im Wechselgesang)
  4. Schriftlesung
  5. Stille
  6. Gebet ("Friedensgebet")
  7. Ausgang (Lied: "Verleih uns Frieden gnädiglich")
  8. Segen


Wer kommt zum Tagzeitengebet?

Alle, die sich die Zeit nehmen können und die Freude darin finden diese Gebetsform zusammen mit anderen lebendig zu halten. Regelmäßige Teilnahme ist dabei keine Voraussetzung. Schauen Sie einfach mal vorbei und entdecken Sie eine alte Gebetsform neu...Herzliche Einladung! Dankbar und offen sind wir immer auch für Vorschläge und Anregungen (bei entsprechendem Interesse und Beteiligung ließe sich das Mittagsgebet beispielsweise durch die 'Laudes', das Morgenlob, ergänzen).